Bärlauch-Basilikum-Balsam

Vor einiger Zeit begegnete ich Menschen, die unter starken Schmerzen litten. Während meiner Ausbildung in Naturheilkräutern bin ich dabei auf zwei Pflanzen gestoßen, die schon seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde Anwendung finden: Basilikum und Bärlauch.

Hier teile ich meine persönlichen Rezepte und Erfahrungen:

Basilikum – mehr als nur ein Küchengewürz

Zutaten für eine Tinktur:

  • Frischer Basilikum (Blätter und Stängel)
  • Alkohol (z. B. Doppelkorn, 40 % vol.)

 Zubereitung:

    1. Pflanzenteile klein schneiden und in ein Schraub- oder Einmachglas q geben.
    2. Mit Alkohol übergießen, bis alles gut bedeckt ist.
    3. Glas verschließen und dunkel lagern.
    4. Vier Wochen ziehen lassen, dabei täglich leicht aufschütteln.
    5. Anschließend abseihen und in dunkle Tropfflaschen füllen.

Traditionelle Anwendung: In alten Kräuterbüchern wird Basilikum-Tinktur als wohltuend bei Verspannungen und Schmerzen beschrieben. Manche vergleichen die Wirkung mit modernen Schmerzmitteln.

Wer keinen Alkohol verträgt, kann Apfelessig verwenden – die Wirkung ist etwas milder.

Warmauszug im Öl

Für äußerliche Anwendungen (z. B. Massageöl oder Salben):

  • Basilikum mit Öl (z. B. Olivenöl) im Thermomix oder Wasserbad bei max. 50 °C über mehrere Stunden ziehen lassen und dann mit einem Tuch abgedeckt abkühlen lassen.
  • 4 Tage wiederholen.
  • Abseihen und dunkel lagern.

Bärlauch – die Kraft der Wurzeln

Warmauszug im Öl

Die Wurzeln sollten vor dem Ölauszug gründlich gereinigt und von anderen Pflanzenresten und fremden Wurzeln befreit werden. Danach sollten sie ein bis zwei Tage antrocknen, da sie einen hohen Wassergehalt haben.

Nach dem Antrocknen werden sie zerkleinert und mit Olivenöl bedeckt. Jetzt heißt es schonend bei max. 50 °C über mehrere Stunden erhitzen und das Ganze dann an 3-4 Tagen jeweils einmal wiederholen. Am letzten Tag abkühlen lassen und abseihen. Ich hab es im Thermomix gemacht und immer nur mit einem Tuch abgedeckt. 

💡 Da Bärlauchwurzeln viel Wasser enthalten, ist das Öl leider nicht lange haltbar – am besten kühl lagern und bald verbrauchen!

Aus zwei mach Eins!

Ein bewährtes Verhältnis:

  • 2 Teile Bärlauchwurzelöl
  • 1 Teil Basilikumöl

Dieses Öl eignet sich für äußerliche Einreibungen.

Wer es fester mag, kann das Öl mit Bienenwachs und Lanolin zu einem cremigen Balsam verarbeiten. So wird es länger haltbar und angenehm streichzart.

Zusatztipp: Bärlauch-Presssaft

Auch die Blätter lassen sich nutzen:

  • 100 ml frischer Bärlauchsaft (hier am besten einen guten Entsafter nutzen)
  • 200 ml Alkohol (38–40 % vol.)
  • 200 g Traubenzucker

Man sollte es rasch in dunkle Flaschen abfüllen, denn das Chlorophyll sollte erhalten bleiben! 

In der Volksheilkunde wird Bärlauch-Presssaft u. a. für einen gesunden Cholesterinspiegel erwähnt.

 


Die hier vorgestellten Rezepte stammen aus der Volksheilkunde und spiegeln persönliche Erfahrungen wider. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

👉 Bei anhaltenden Beschwerden oder Unsicherheit suche bitte eine medizinische Fachkraft auf.

Warum ich nicht verkaufe und was das für dich heißt, solltest du hier nachlesen! 

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