Manchmal denkt man einfach noch, man wäre 29 Jahre jung und kann die ganze Welt auf den Schultern tragen und dann kommt der Tag, an dem man sich wie 99 Jahre alt fühlt – wenn die Gelenke dann einfach nerven und die Muskeln müde sind.
Der Wasserdost (Eupatorium cannabinum) ist eine Pflanze, die seit Jahrhunderten in der Volksheilkunde eine besondere Rolle spielt. Früher wurde er vor allem als Stärkungskraut geschätzt – ein Begleiter für Zeiten, in denen der Körper an seine Grenzen ging. Seine kräftige Erscheinung am Flussufer spiegelt schon seine alte Symbolik wider: Reinigung, Stärkung, Loslassen von Schwere.
Für meinen Wasserdost-Balsam habe ich das traditionelle Wissen mit wertvollen Zutaten verbunden:
- Copaiba – bekannt für seinen warmen, harzigen Charakter und die Verbindung zu innerer Ruhe.
- Rosmarin – anregend, durchwärmend, ein Klassiker für Muskeln und Bewegung.
- Weihrauch – balsamisch, erdend und klärend, seit Jahrtausenden in Ritualen und für Wohlbefinden verehrt.
Der Balsam eignet sich wunderbar für kleine Wohlfühlrituale im Alltag:
- sanft einmassiert nach einem langen Tag oder körperlicher Anstrengung
- als abendliches Einreibungsritual für beanspruchte Muskeln und Gelenke
- wohltuend auf verspannte Schultern oder müde Beine
In der traditionellen Volkskunde galt Wasserdost als Pflanze, die den Körper bei Schwere, Steifheit und Erschöpfung begleiten konnte. Auch wenn heute keine Heilversprechen erlaubt sind, bleibt dieses alte Wissen ein spannender Teil seiner Geschichte.
Ich nutze den Balsam gern, wenn ich das Gefühl habe, meinen Körper etwas zu viel gefordert zu haben. Die Wärme, der Duft und das pflegende Gefühl auf der Haut schenken mir dabei ein Stück Leichtigkeit zurück.
Wie man ein Balsam herstellen kann:
- Eine Hand voll Frischer Wasserdost (Blüten und Blätter)
- Olivenöl (nach dem Abseihen blieben ca. 450g)
- 88g Bienenwachs
- 28g Lanolin
- Ätherische Öle
- 50° Copaiba
- 35° Weihrauch
- 25° Rosmarin
Erst zerkleinert man die Blüten und die Blätter grob mit einem Messer und gibt sie mit dem Olivenöl in ein Wasserbad, um es zu erhitzen. Es sollte aber nicht wärmer als 50°C werden, sonst gehen die Wirkstoffe der Pflanze kaputt. Das macht man dann 3-4 Tage in Folge und deckt es beim Abkühlen zwischen den Wasserbädern mit einem Tuch ab. Alternativ kann man auch das Öl und die Pflanze in den Thermomix geben und 3-4 Tage jeweils 3h bei 45°C erwärmen und mit einem Tuch abgedeckt im Mixtopf belassen.
Am letzten Tag seiht man das Öl ab und gibt das Lanolin und das Bienenwachs hinzu, macht damit erneut ein Wasserbad (nicht im Thermomix) bis alles geschmolzen ist. Wenn alles vermischt ist, gibt man noch die ätherischen Öle hinzu und füllt es direkt in kleine Behälter ab. Auch da lässt man das Balsam wieder ohne Deckel auskühlen und verschließt erst später die Tiegel, damit kein Kondenswasser in das Balsam tropft.
Da es diese besonderen ätherischen Öle enthält, ist es ab 12 Jahre für äußerliche Anwendungen geeignet. Haltbar ist es mit dem Bienenwachs ca. 6-12 Monate, wenn es lichtgeschützt und kühl gelagert wird.
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Warum ich nicht verkaufe und was das für dich heißt, solltest du hier nachlesen!
Woher ich meine Öle nehme und wo ich sie kaufe, kannst du unter folgendem Link nachlesen:
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